Deutsche Segel-Bundesliga schließt sich der Nachhaltigkeitskampagne "Klar zur Wende" an

Segelsport ruft zur Wende auf

Unter dem Motto “Klar zur Wende” startet anlässlich des Auftaktes zur Segel-Bundesliga in Hamburg eine großangelegte Initiative für mehr Nachhaltigkeit im Sport. Initiatorin dieser wegweisenden Idee ist Prof. Dr. Kathrin Adlkofer, zweifache Segel-Weltmeisterin und Olympia-Teilnehmerin.

 Hamburg, 19. Mai 2022 –  Prof. Dr. Kathrin Adlkofer kennt den Segelsport und dessen enge Beziehung zu Natur und Umwelt: „Sonne, Wind, Wasser, Wetter, Gezeiten, Strömungen, Tageszeiten sowie Luftdrucksysteme beeinflussen unseren Sport. Kaum eine andere Sportart hat eine so hohe Abhängigkeit von den Naturelementen wie der Segelsport, und kaum jemand spürt die Veränderungen unseres Klima so unmittelbar wie die Segler*innen.“ Aus diesem Blickwinkel entstand die Idee der neuen Initiative. Mit dem Kommando „Klar zu Wende“ wird konkret ein Kurswechsel auf  einem Segelschiff eingeleitet. Sinnbildlich fordert die stark sozial engagierte Unternehmerin dazu auf, das Ruder umzulegen und den Segelsport insgesamt auf Nachhaltigkeit zu trimmen. Aber sie geht noch einen Schritt weiter: Sie hat sich vorgenommen, nicht nur im Segelsport nachhaltige Projekte umzusetzen, sondern diese zur Blaupause für weitere Sportarten werden zu lassen.

 „Wir arbeiten jetzt an den Inhalten.“

Die Initiative wird sich diesem grossen Ziel nähern, in dem sie zunächst alle Anspruchsgruppen sensibilisiert und im Anschluss schrittweise Konzepte und Inhalte für die Umsetzung der grünen Transformation im Sport, vorrangig im Segelsport, erarbeitet und umsetzt.  So sollen beispielsweise Vorzeigeprojekte für nachhaltige Produktion unterstützt werden und

Best practice Beispiele für nachhaltige Sportvereine und Unterstützung von Transformationsprozessen in Event- und Club-Strukturen angeboten werden.

Schulungs- und Ausbildungsprogramme sollen dabei unterstützen, junge Sportler*innen als Botschafter*innen zu begeistern, nachhaltige, klimaneutrale Produkte und Projekte zu initiieren

Karl-Christian Bay, geschäftsführender Gesellschafter der BAY GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft gehört zu den operativen Partnern der ersten Stunde und ist Mitgründer der Initiative: “Wir stellen uns den Herausforderungen der Zukunft und starten gemeinsame Lösungsansätze, den Sport, die Sportveranstaltungen und die Grundstrukturen unseres Sports nachhaltiger zu gestalten. Für die Umsetzung werden wir die Lcky Planet Foundation gGmbH gründen, die damit Schaltzentrale und Treiber der Initiative werden wird.“

 Die Initiative wird bereits jetzt von vielen Protagonisten, wie zum Beispiel dem Nachhaltigkeits-Unternehmer Simon Licht (Khulula GmbH), dem engagierten Tobias König (Päsident des NRV), der Deutschen Meeresstiftung, den Vereinen der Deutschen Segel-Bundesliga, den Sport-Veranstaltern und dem Deutschen Segler-Verband unterstützt.

 Der Dachverband aller Liga Vereine (der DSL e.V.) hat zugestimmt, mit dem Start der Bundesliga die Initiative erstmalig präsentieren zu dürfen. Im Rahmen des ersten Segel Bundes-Liga Events im Hamburger Segel Club (HSC) wird das Motto der Initiative zusammen mit den Liga-Partnern vom 19. bis zum 22. Mai auf der Außenalster erstmals präsentiert.

In den kommenden Monaten wird die folgende Liste um weitere Aktionen und Kampagnen ergänzt. Diese sind von der Bundesliga initiiert oder werden in Zusammenarbeit mit anderen Partnern entwickelt und umgesetzt.

  • Wiederverwertung von gebrauchten Segeln aus der vorherigen Saison: Recycelte Taschen aus alten Bundesliga-Segeln
  • #SailingArt4GlobalGoals – Die Kultur-Regatta zu Gunsten der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gemeinsam mit den Monheimer Kulturwerken, dem Artstar Verlag, der YOU Stiftung sowie der Kunstgalerie Geuer&Geuer mit dem renommierten Künstler Stefan Szczesny
  • Logistik-Optimierung im Hinblick auf Anreisen des Bundesliga-Teams, der Segler:innen, der freiwilligen Helfer:innen und des Transports für das Material (Boote, Segel) sowie Vermeidung von Kurzstrecken- und Inlandsflügen
  • Vermeidung von unnötigem Plastik und Fokussierung auf digitales Dokumenten-Management (Segelanweisungen, Paringlisten, etc.)
  • Benutzung von Mehrwegbehältern
  • Sukzessiver Umstieg auf Elektroantrieb auf dem Wasser: Dieses Projekt ist langfristig angelegt und bedingt einer engen Abstimmung und Aktivierung mit den ausrichtenden Vereinen
  • Phasenweiser Umstieg auf mobile und elektrisch angetriebenen Tonnen für den Regatta-Betrieb (weniger Motorboote, geringerer Benzinverbrauch, geringerer Personaleinsatz)
  • Perspektivischer Umstieg auf Branding-Material aus recyceltem Material (z. B. Aufkleber und Flaggen)
  • Konsequente Nutzung von ökologisch abbaubarem Putzmittel für die Boote